August 19, 2018
Presse

Wochenspiegel, 25.01.2011

Sie ist neugierig auf alles

25. Januar 2011 | Keine Kommentare

Die Schriftstellerin Tanja C. Rheinheimer hat bereits zwei Romane veröffentlicht

Die Spiesen-Elversberger Schriftstellerin Tanja C. Rheinheimer arbeitet schon an ihrem nächsten Buch. Foto: fm
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SPIESEN-ELVERSBERG „Schriftstellerin zu sein bedeutet für mich, mich in meine Personen hineinzuversetzen“, sagt Tanja C. Rheinheimer, Schriftstellerin aus Spiesen-Elversberg. „Und an irgend einem Punkt entwickeln ihre Charaktere eine Eigenständigkeit, die ich schmunzelnd hinnehme.“

Bereits mit acht Jahren schrieb die gebürtige Spiesenerin ihren ersten Artikel im örtlichen Nachrichtenblatt über den Unterhaltungsverein „Jäbs Buwe“ und von da an beschäftigte sie das Schreiben immer mehr.

Der Traum, in der Provence zu schreiben

Besonders viel Freude bereitete ihr auch die Arbeit als Freie Journalistin für Tageszeitungen und verschiedene Zeitschriften, eigentlich eine ganz andere Art des Schreibens als jetzt. Naturthemen standen da meistens im Mittelpunkt und sehr naturverbunden ist Tanja Rheinheimer immer noch. „Mein Traum“, so sagt sie, „ist es, viel mehr schreiben zu können. Am besten in der Provence. Einfach nur hinsetzen und schreiben, schreiben, schreiben.“

Tanja Rheinheimer beschreibt sich selbst als neugierig auf alles, was sich auf der Welt bewegt, befindet und auch auf das, was darüber hinaus geht. Wenn es ihr Beruf als Geschäftsstellenleiterin im Personalsektor zulässt, kümmert sie sich in ihrer Freizeit neben dem Schreiben um ihr Projekt: „Samojede-in-Not.de“, das sie 2003 gegründet hat.

Dabei geht es um eine nordische Schlittenhunderasse und hier speziell ausnahmslos um Notfalltiere, die ohne Hilfe einer trostlosen Zukunft oder auch dem baldigen Tod ins Auge blicken. Hunde aus dem In- und Ausland, oder aus Tötungsstationen, in denen sie nach einer bestimmten Frist getötet werden, wenn sich bis dahin niemand für sie meldet.

Zwei Romane erschienen

2009 wurde ihr erster Roman im „Novum Verlag“ herausgebracht. Im Buch „Des Amis“ geht es um die 16-jährige Internatsschülerin Irina. Beim Familienurlaub in der Provence verlässt sie ihr wohlbehütetes Leben, indem sie spontan in den verbeulten Citroën eines Fremden einsteigt. Sie fährt einer ihr völlig unbekannten Welt entgegen und ihr Schicksal wird verwoben mit den eigenwilligen Charakteren einer sozialen Randschicht.

Ihr zweiter Roman „Der Mond von Cardin“ erschien im Jahr 2010 im gleichen Verlag. Neun Personen erzählen aus ihren völlig unterschiedlichen Blickwinkeln eine äußerst spannende Familiensaga, die mehr als sieben Jahrzehnte umfasst. Liebe und große Leidenschaften, dunkle Geheimnisse und ferne Länder, Themen wie Krieg und Antisemitismus, Wahnsinn, Drogen und Rock. Darüber erzählt das Buch chronologisch fortlaufend und fesselnd die Geschichte mehrerer Generationen, bei der die erzählenden Personen lebendig werden und die Welt durch ihren Blickwinkel sehen lassen.

„Meine persönliche Definition eines guten Buches ist die, dass man an den lustigen Stellen lächeln und an den traurigen Stellen weinen muss“, bringt sie es auf den Punkt. Nun ist ein weiterer großer Roman in Arbeit. „Er befindet sich schon in meinen Gedanken“, so Tanja Rheinheimer. Also darf man gespannt sein, was die sympathische Spiesen-Elversberger als nächstes präsentiert. fm